Nest der Asiatischen Hornisse mit Arbeiterinnen
Neu in unserer Region

Die Asiatische Hornisse ist bei uns angekommen.

Sie jagt Honigbienen und heimische Insekten – ein einziges Nest verbraucht über 10 kg Insekten im Jahr. Am Nest wird sie auch für Menschen gefährlich: Hunderte Tiere verteidigen es gemeinsam. Und seit 2025 ist für ein Nest auf dem eigenen Grundstück jede Eigentümerin und jeder Eigentümer selbst verantwortlich. Wir helfen: erkennen, melden, fachgerecht entfernen lassen.

· live aus der Melde-Karte
Fund im Gewächshaus · Imkerei Lischwe
10+ kg
Insekten pro Jahr

verbraucht ein einziges Nest für seine Brut – darunter viele Honigbienen, Wildbienen und Schmetterlinge.

70×
höhere Dichte

kann die Art im Vergleich zur heimischen Hornisse erreichen – natürliche Feinde hat sie hier kaum.

2025
Eigentümer in der Pflicht

Seit August 2025 sind in Rheinland-Pfalz Grundstückseigentümer selbst für die Bekämpfung zuständig.

10 m
Abstand halten

Ein gestörtes Nest verteidigen Hunderte Tiere gemeinsam – Stichserien sind gefährlich, dokumentiert sind Dutzende Stiche in Minuten. Nie selbst entfernen.

Erst erkennen

Asiatische oder heimische Hornisse?

Bevor Sie melden: kurz vergleichen. So landen nur echte Fälle bei uns – und die geschützte heimische Hornisse bleibt unbehelligt.

Melden, wenn ein Nest
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) Eigenes Foto · Imkerei Lischwe
Asiatische HornisseVespa velutina
Größekleiner, 1,5–2,4 cm
Grundfarbeüberwiegend schwarz
Hinterleibein orange-gelbes Band
Beineauffällig gelbe Enden
Geschützt – nicht melden
Heimische Hornisse (Vespa crabro) Foto: PiccoloNamek · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Heimische HornisseVespa crabro
Größegrößer, bis 3,5 cm
Grundfarberotbraun + gelb
Hinterleibgelb-schwarz gemustert
Beinedunkel / braun
Die heimische Vespa crabro steht unter strengem Naturschutz. Sie darf nicht gefangen, gestört oder getötet werden – ein Nest zu zerstören kann ein hohes Bußgeld kosten.
Auch am Nest erkennbar

Asiatisches oder heimisches Hornissennest?

Ein Nest zu bestimmen ist oft leichter als das fliegende Tier – es hält still. Das wichtigste Merkmal ist das Einflugloch.

Freihängend + Loch seitlich
Nest Asiatische HornisseVespa velutina
Einfluglochseitlich – unten geschlossen
Lagefrei hängend, hell
Formkugel-/eiförmig, grau
Größebis 80–100 cm
Im Hohlraum + Loch unten
Nest heimische HornisseVespa crabro
Einfluglochunten – nach unten offen
Lageversteckt im Hohlraum
Wohohler Baum, Nistkasten, Rollladen
Größemeist bis ~60 cm
Faustregel: Freihängende Kugel hoch im Baum mit seitlichem Loch → Asiatische Hornisse. Nest versteckt im Hohlraum, nach unten offen → heimische Hornisse. Ausnahme: Im Frühjahr baut auch die Asiatische Hornisse ihr erstes Nest manchmal in Hohlräumen – dann hilft der Blick aufs Tier. Im Zweifel mit Foto melden.
Im Jahreslauf

Die drei Nesttypen der Asiatischen Hornisse

Je nach Jahreszeit sieht ein Nest völlig anders aus – und hängt woanders. Das hilft bei der Suche.

April – Mitte Juni
Embryonalnest
  • Golf- bis Tennisball groß
  • niedrig, oft unter 2 m
  • Hecken, Schuppen, Dachrinnen
Nur die Königin – früh am Haus zu finden
Primärnest der Asiatischen Hornisse Eigenes Foto · Imkerei Lischwe
Mai – Juni
Primärnest
  • bis fußballgroß (~25 cm)
  • Gebäudenähe, Hecken
  • über 200 Tiere
Wächst dem Standort über den Kopf
Sekundärnest der Asiatischen Hornisse frei im Baum Foto: Fredciel · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
ab Juli
Sekundärnest
  • bis 80 cm breit, 1,2 m hoch
  • Baumkronen 10–30 m, Fassaden
  • 3.500–5.000 Tiere
Dunkle Kugel im Baum → melden!
Viele Sichtungen am blühenden Efeu sind Fehlalarme: Dort jagen die Hornissen nur Insekten. Ein Nest sitzt fast nie im Efeu – suchen Sie nach der freihängenden Kugel im Baum.
Früh melden spart Geld: Ein Primärnest (Mai–Juni) hängt niedrig und ist schnell und günstig entfernt. Ab Juli sitzt das Volk als Sekundärnest in 10–30 m Höhe – dann braucht es einen Hubsteiger und wird teuer. Ziel des Vereins ist, Nestentfernungen aus Vereinsmitteln kostenfrei oder vergünstigt zu ermöglichen, sobald die Mittel es erlauben.
Im Bild

Die Asiatische Hornisse im Video

Zwei aktuelle Reportagen zeigen, was auf uns zukommt: wie schnell sich die Art ausbreitet, wie gefährlich ein Nest werden kann und was eine fachgerechte Entfernung bedeutet. Genau deshalb gibt es diese Meldestelle – und dafür brauchen wir Unterstützung. Die Videos laden aus Datenschutzgründen erst, wenn Sie darauf klicken.

Bayerischer Rundfunk (2024): Ausbreitung in Bayern und wie ein großes Nest fachgerecht entfernt wird.
stern TV (2026): Wie gefährlich ein Nest werden kann – ein Betroffener berichtet von 30 Stichen im Gesicht. Am Nest verteidigen sich Hunderte Tiere gemeinsam. Deshalb: Abstand halten und ein Nest niemals selbst entfernen.
So läuft es

Von der Meldung bis zur Entfernung

Vier Schritte – transparent, ohne automatischen Auftrag. Sie entscheiden.

Foto & Meldung

Aus sicherem Abstand fotografieren und mit Standort melden.

Art bestimmen

Wir prüfen anhand des Fotos, ob es wirklich die Asiatische Hornisse ist.

Fachfirma vermitteln

Nur bei bestätigtem Fund vermitteln wir eine geprüfte Fachfirma.

Nest entfernt

Fachgerechte Beseitigung, der Fall wird abgeschlossen.

Unser Werkzeug

Die Hornissen-Melder-App

Melden, erkennen, verfolgen – alles in einer werbefreien App. Direkt im Browser nutzbar, auf Wunsch als App auf dem Startbildschirm, deutschlandweit.

📷Melden mit KI-Fotocheck

Foto hochladen – die automatische Bildprüfung hilft sofort bei der Artbestimmung. Die finale Bestimmung macht der Berater.

🗺️Verbreitungskarte

Alle Funde auf einer Live-Karte mit Saison-Zeitleiste. Aus Datenschutzgründen auf Ortsebene vergröbert.

🔍Meldung verfolgen

Mit der Meldenummer den Stand jederzeit einsehen: geprüft, bestätigt, entfernt.

📐Nestsuche für Imker

Doppelkreismethode mit Rechner und Karten-Sektoren – für geschulte Helfer bei der aktiven Nestsuche.

App jetzt öffnen

Kostenlos · ohne Konto · werbefrei

Mitmachen · Verein in Gründung

Werden Sie Gründungsmitglied

Die Hornissenhilfe Maifeld wird gerade gegründet – und braucht genau jetzt Menschen, die sie tragen. Wer heute beitritt, ist von Anfang an dabei und gestaltet den Verein mit. Als Mitglied hinterlegen Sie außerdem Standorte und werden gewarnt, wenn in der Nähe ein Nest bestätigt wird. Schon ab 1 € im Monat als Förderer unterstützen Sie Meldestelle und Aufklärung – und das große Ziel: Nestentfernungen für alle kostenfrei oder vergünstigt zu machen, sobald der Verein genügend Mittel hat. Je mehr mitmachen, desto schneller ist es so weit.

Fördererohne Mitgliedschaftab 1 € /Monat
EinzelmitgliedPrivatpersonen · bis 2 Standorte20 € /Jahr
Imker-Mitgliedmehrere Bienenstände · bis 630 € /Jahr
FirmenmitgliedBetriebsstätten · bis 30100 € /Jahr

Der Verein ist in Gründung: Ihr Antrag ist zunächst eine Vormerkung als Gründungsmitglied. Beiträge werden erst nach der Gründungsversammlung fällig – aktuell wird kein Geld eingezogen. Spendenbescheinigungen können erst nach einer etwaigen Anerkennung der Gemeinnützigkeit ausgestellt werden. Die geplanten Beiträge fließen vorrangig in Aufklärung, Meldestelle und das Ziel, Nestentfernungen kostenfrei oder vergünstigt zu ermöglichen – zuerst die früh entdeckten, günstigen Primärnester. Ein Anspruch auf eine bestimmte Einzelleistung entsteht daraus nicht – der Verein hilft im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Jetzt Gründungsmitglied werden

Gestochen worden?

Für Allergiker kann schon ein einziger Stich lebensbedrohlich sein, viele Stiche sind es auch ohne Allergie. Bei Atemnot, Schwindel, Stichen im Mund-/Rachenraum, vielen Stichen oder bekannter Insektengift-Allergie sofort den Notruf 112 wählen. Sonst: Ruhe bewahren, kühlen, beobachten.

📞 Notruf 112
Häufige Fragen

Kurz erklärt

Wie gefährlich ist die Asiatische Hornisse für Menschen?
Gefährlich wird es vor allem in zwei Situationen. Erstens am Nest: Wer ihm zu nahe kommt, wird von Hunderten Tieren gleichzeitig attackiert – Berichte über Dutzende Stiche in wenigen Minuten sind dokumentiert, und viele Stiche belasten den Körper massiv. Zweitens bei einer Insektengift-Allergie: Dann kann bereits ein einziger Stich einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock auslösen. Deshalb: Abstand zu Nestern halten (mind. 10 m), niemals selbst entfernen – und bei Atemnot, Schwindel oder Kreislaufproblemen nach einem Stich sofort den Notruf 112.
Wer ist für die Entfernung zuständig?
Die EU hat die Asiatische Hornisse am 24. März 2025 als „weit verbreitet" eingestuft. Seit dem 1. August 2025 entfernt die Naturschutzverwaltung in Rheinland-Pfalz Nester nicht mehr auf Landeskosten – Grundstückseigentümer sind selbst verantwortlich. Bei Gefahr im öffentlichen Raum (z. B. nahe Schulen oder Kitas) können die Ordnungsbehörden einschreiten. Deshalb gibt es diese Melde- und Vermittlungsstelle.
Was kostet eine Nestentfernung?
Je nach Höhe und Aufwand meist rund 300–500 € – ein Primärnest bei uns in Ochtendung lag zuletzt bei rund 450 €. Ein Nest hoch in der Baumkrone kostet mehr als ein niedriges am Schuppen – deshalb sind früh gemeldete Primärnester so wichtig. Ziel des Vereins ist, Entfernungen kostenfrei oder vergünstigt zu ermöglichen, sobald genügend Mittel da sind (ohne Rechtsanspruch). Wir holen die Einschätzung ein und vermitteln geprüfte Fachfirmen.
Zahlt meine Versicherung die Entfernung?
Ein Blick in die Police lohnt sich: Manche Wohngebäude- und Hausratversicherungen übernehmen Nestentfernungen am Haus ganz oder teilweise (Stichwort „Schädlingsbekämpfung"). Fragen Sie vor der Beauftragung bei Ihrer Versicherung nach.
Muss ich für die Meldung zahlen?
Nein. Das Melden und die Artbestimmung sind kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie eine Fachfirma mit der Entfernung beauftragen.
Ich habe ein Nest am Haus – was tun?
Nicht selbst entfernen und Abstand halten (mind. 10 m). Fotografieren Sie es aus der Ferne, melden Sie es hier, und wir kümmern uns um Bestimmung und Vermittlung.
Was passiert nach meiner Meldung?
Sie bekommen eine Meldenummer. Wir prüfen die Art anhand Ihres Fotos. Nur bei bestätigter Asiatischer Hornisse vermitteln wir auf Wunsch eine geprüfte Fachfirma – es entsteht kein automatischer Auftrag. Den Stand sehen Sie jederzeit in der App unter „Meldung verfolgen".
Kostet die App etwas?
Nein. Melden, Karte, Erkennen-Ratgeber und Statusverfolgung sind kostenlos, werbefrei und ohne Konto nutzbar.
Ich sehe einzelne Hornissen am Efeu oder an Fallobst – melden?
Einzelne jagende Tiere an Blüten oder Obst sind normal und kein Notfall. Wertvoll ist Ihre Meldung trotzdem fürs Monitoring – am wichtigsten ist aber der Fund eines Nests (dunkle Kugel, oft hoch im Baum).

Verdacht auf ein Nest?

Melden Sie es mit Foto und Standort – wir bestimmen die Art und kümmern uns um alles Weitere.

In der App: melden, Karte, Erkennen und Mitmachen an einem Ort.